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Pizza Bollywood

Lucia Tollens

BA 14/1

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Eintausendzweihundertdreiunddreißig Kilometer lang, immer zwei Seiten. Irgendwann durchfließt der Rhein Köln von Süden nach Norden und teilt die Stadt in zwei Hälften. Die Trennung setzt sich in den Köpfen mancher Bürger fort: Die rechte Seite der Stadt ist die »andere«, die »falsche« Seite.

Ist sie wirklich anders? Anders als was?

Ich begebe mich auf Expedition und bleibe doch in meiner Stadt, werde zur Reisenden, sehe genauer hin, registriere, frage nach. Vieles ist mir tatsächlich fremd, ich kenne mich nicht aus. Zusammenhänge erschließen sich mir erst langsam, indem ich im Kopf den Stadtplan auf die Straßen übertrage. Ich finde mich wieder auf der Suche nach der Fremde. Vorstellungen und Gedankenbilder. Das Fremde ist schwer zu fassen, es entzieht sich, ist dort, wo man grade nicht ist. Konstruktion von Wirklichkeit. Ein konkreter Ort wird Fiktion.

One thousand two hundred thirty-three kilometers in length, side by side. At a certain point the Rhein runs from south to north and splits cologne in two halves. This separation line is a fact for some citizens: The right side of the city is the “other”, the “wrong” side.

Is it really different? Different than what?

I explore my own city, become a tourist, take a closer look, ask and recognize. Much I’ve never come upon, I don’t know about. By laying the city’s map on the streets, connections start to show slowly. I find myself searching for the unknown. Imagination and mental images. The foreign is hard to depict, it can’t be verified, it’s wherever you’re not. construction and reality. An authentic location becomes fictional.